Das iTunes-Programm auf dem Mac ist ein
überladenes Monstrum: Musik, Filme, Apps
und Streaming sowie für jeden Medientyp
einen Store. Dazu kommt noch die Geräte-Verwaltung
für iPod und iPhone. Das Ding ist komplex.
Ginge es nach Apple, dann würden wir alle Apple
Music abonnieren und müssten uns um unsere
Musik einen Gedanken weniger machen. Aber ganz
so einfach lassen wir Apple mit iTunes nicht vom
Haken, denn es ist unsere Musik.
Dass es tatsächlich unsere Musik ist, musste
Apple immer wieder neu lernen. Als etwa 2011 bei
der Einführung von Apple Match durch den Abgleich
mit dem iTunes-Musik-Store-Katalog bei einigen
Kunden in die Musik-Bibliothek eingegriffen wurde,
gab es etliche Irritationen. iTunes ersetzte Musikstücke
mit derben Texten durch die weichgespülten
Radio-Versionen aus dem Store. Zusätzlich wurden
noch so manche Cover vertauscht oder verschluckt.
2014 folgte der nächste Anschlag in Form eines
automatischen Downloads einer neuen U2-CD.
Bono und Tim Cook mussten lernen: Damit macht
man sich nicht nur Freunde. Im vergangenen Jahr
wiederholte die Einführung von Apple Music einige
Fehler von iTunes Match. So gab es Probleme mit
der Zuordnung von Songs in Alben. Und wieder
einmal wurden Cover-Grafiken ausgetauscht oder
schlichtweg entfernt
iTunes und seine eingebauten Stores sind jetzt
Chefsache bei Apple. Der Marketing-Chef Phil Schiller
kümmert sich um das elementare Produkt von
Apple. Man darf gespannt sein, wie Apple bei iTunes
aufräumen wird.

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