Samstag, 16. April 2016

4k monitore Schneller, größer, besser ?

4k-monitore
Anders als 3D erobert 4K tatsächlich die Welt im Sturm und ist in vielen Bereichen schon nicht mehr wegzudenken. Welche Bildschirme sind am besten, wenn Sie 4K-Pixel- Power wollen? Wir haben fünf Monitore getestet

Seitdem wir uns zuletzt 4K-Displays genauer angeschaut haben, hat sich die Technologie erheblich verbessert. Auch wenn ein 4K-Bildschirm mit fast jedem Mac funktioniert, erhält man beste Ergebnisse mit dem DisplayPort 1.2 und einem 60Hz-Ausgang. Dies wird von den meisten Macs seit 2013 unterstützt (siehe https:// support.apple.com/de-de/HT202856), vom iMac bis zum mini – abgesehen vom MacBook des Jahres 2015 – braucht man jedoch einen Adapter.

Ein 4K-Display kostet natürlich einiges mehr als ein Display, das eine 1080p- (1920x1080) oder 1440p-Auflösung (2560x1440) hat, aber der Preisunterschied ist sehr gering. 4K bedeutet eigentlich nichts anderes als 3840x2160 Pixel, eine riesige Zahl, die man entweder im „Retina“-Modus nutzen kann oder als gigantischer Desktop, der einem unheimlich viel Platz bietet. Als Apple-Nutzer fühlt man sich manchmal etwas verwöhnt dank der besseren Skalierung von Drittanbietern in Mac-Apps

Für einen 4K-Monitor, der zusätzliche Extras wie bessere Farben oder auf Gaming bezogene Funktionen wie die Adaptive-Sync- Technologie hat, zahlt man viel mehr. Aber diese Funktionen sind oft unwichtig für einen externen 4K-Bildschirm. Es gibt heutzutage so viele unterschiedliche Displays, dass eigentlich für alle Bedürfnisse was dabei ist.

Wir haben uns dazu entschlossen, uns nur auf die IPS-Technologie zu konzentrieren und uns daher fünf Bildschirme mit Größen von 24 Zoll bis 32 Zoll ausgesucht. Es sind alles Premium-Monitore mit einem 10-Bit- Panel, die eine extrem gute Farbgebung anbieten, was perfekt für Grafik-Designer und den alltäglichen Gebrauch ist.

Was es zu beachten gibt… Alles, was Sie über 4K-Monitore wissen sollten.

TN oder nicht TN?
Der 4K-Display-Markt ist zwischen zwei Display-Technologien – Twisted Nematic (TN) und In-Plane Switching (IPS) – unterteilt. Letztere kosten etwas extra mehr, liefern aber auch eine bessere Bild-Qualität.

Ein 60Hz-Ausgang ist wichtig
Um einen 4K-Monitor richtig zu nutzen, benötigt man einen 60Hz-Ausgang; 4K bei 30Hz ruckelt oft. 4K bei 60Hz wird nur von einem DisplayPort 1.2 unterstützt, den es auf den meisten neueren Macs gibt.

Den richtigen Winkel treffen
TN-Bildschirme haben schlechtere Blickwinkel. Wenn Sie Ihren TN-Monitor nicht gerade anschauen, kann die Farbe gelb leicht orange angezeigt werden und rot in Richtung lila. Dies passiert bei IPS nicht.

Die 10-Bit-Versuchung
High-End-Monitore haben jetzt 10-Bit Panels, was zu einer maximalen Anzahl von 1,07 Milliarden Farben führt. Dies ist ein riesiger Unterschied bezüglich der Bildqualität und der Farb-Präzision. Alle getesteten Displays haben 10-Bit Panels.

Angenehm für die Augen
Viele Bildschirme haben ein flickerfreies Panel und einen „Low Blue Light“ -Modus; beides wurde entwickelt, um den Sehkomfort zu erhöhen.

Fast perfekt skaliert
OS X ermöglicht es, Grafiken und Texte so zu skalieren, dass diese sowohl im nativen Pixel-For-Pixel Modus oder mit einem Retina- Bildschirm benutzt werden können. Dargestellt werden sie in normaler Größe, aber mit großartigen Details.

Test 1 Design
Schön vs. Biest?

Das metallische Ghäuse von Acers S277HK sieht klasse aus und es hat einen sehr ungewöhnlichen Stand, der den Bildschirm auf der rechten Seite abstützt, mit einer sehr dünnen Fassung. Man kann ihn aber auch nach vorne und nach hinten neigen. Von Nachteil ist, dass sich der Stand nicht rotieren lässt, um den Bildschirm höher oder tiefer zu stellen. Das Design des PB279Q ist eher langweilig, während im ViewSonic ein dunkelgrauer Rahmen in ein Gehäuse eingebaut ist, das neben einem Mac gut aussieht; er hat aber leider einen sehr großen Metallstand. Man könnte denken, dass der 32 Zoll große Bildschirm von AOC sperrig ist, aber der stabile Rahmen lässt den Monitor fest auf dem Tisch sitzen. Philips 24-Zoll Monitor mag klein erscheinen, aber er spart Platz. Leider sehen die großen Lautsprecher, die unten angebracht sind, nicht hübsch aus.




Test 2 Bildqualität
Ein wichtiger Faktor.

Wie bereits erwähnt, hat sich die Display-Technologie sehr weiterentwickelt, was man bereits an der guten Bildqualität der modernen Bildschirme sieht. Dies schließt ohne Zweifel auch die von uns getesteten fünf Monitore ein – jeder einzelne von ihnen hat uns mit seiner Bildqualität sehr beeindruckt.

Das Spyder Kolorimeter misst die genaue Bildschärfe mit dem ΔE-Wert. Dieser stellt die Bild-Genauigkeit gegenüber festgelegten Werten dar. Mit einem 10-Bit-Panel – das in allen von uns getesteten Bildschirmen enthalten ist – können 1,07 Milliarden Farben dargestellt werden. Bei einer solch hohen Zahl kann man eine sehr gute Abbildung von Farben erwarten und Ergebnisse mit einem ΔE in Höhe von 2 oder sogar unter 1. Im Allgemeinen gilt, dass eine Zahl von unter 3 bereits ein Garant für eine sehr gut Bildqualität ist

Wir haben die Bildschirme außerdem kalibriert und danach erneut gemessen. Bevor es 10-Bit-Panels gab, hat der Kalibrierungsprozess dazu geführt, dass die Bildqualität des Displays stark verbessert wurde. Aber bei der hohen Qualität der Monitore ist auch die Bildqualität ohne weiteres Zutun direkt sehr gut. Tatsächlich kann die Kalibrierung sogar die gemessene Bildqualität verringern, auch wenn wir bei unseren Tests bemerkt haben, dass das Bild dann immer noch sehr gut aussieht – auch nachdem die Gelbtöne und die Farben am blauen Ende des Spektrums verringert worden sind.

Der endgültige Beweis ergibt sich aus den Testergebnissen. Die Farbskalas bei allen fünf Monitoren waren sich sehr ähnlich – jeder einzelne Bildschirm hat 100 % sRGB erreicht; als Vergleich: Der Adobe- RGB-Farbraum liegt zwischen 79 % und 81 %. Dies ist eine Differenz, die vernachlässigt werden kann und die beim eigentlichen Gebrauch keinen bemerkbaren Unterschied macht. Das Kontrastverhältnis liegt bei ungefähr 600:1, Asus erreicht 690:1 mit seinem PB279Q und Acer den geringsten Wert von 560:1. Mit der Bildhelligkeit verhält es sich ähnlich: Diese tendiert zwischen 290 zu 320 cd/m2, mit Ausnahme des ViewSonic VP2780-K4, der sogar 400 cd/m2 erreicht. Der ΔE-Wert aller fünf Monitore liegt unter 1, der Wert des ViewSonic ist am geringsten mit 0.41. Die Kalibrierung passt die weißen und schwarzen Punkte nur leicht an, aber im Allgemeinen und basierend auf den Testergebnissen aller fünf Bildschirme können wir mit Sicherheit sagen, dass man von allen dieser 4K-IP-Displays eine außergewöhnlich gute Bildqualität erwarten kann.

Test 3 Bedienung
Wie intuitiv sind die Monitore?

Die Einstellung des Displays via Nutzung des On-Screen-Displays (OSD) erfordert oft einige Mühen, da dieses nicht ganz einfach zu bedienen sind. Und genau dies ist der Bereich, wo sich die fünf Monitore stark voneinander unterscheiden. Die kleinen Icons und Menüpunkte des Acer- Monitors funktionieren nicht sehr gut. Es gibt keinen Text, aber man erkennt, welches Icon zu welchem Menü gehört. Das OSD des AOC ist einfach gehalten, aber ist leicht zu bedienen mit vielen Einstellung und Optionen. Der Philips-Monitor nutzt ein sehr einfaches Menü-System, während der ViewSonic von einem einzigen Paar Buttons abhängig ist, was sehr verwirrend ist, weil man nicht weiß, welcher genau was macht. Asus gewinnt in diesem Bereich. Sein Menü ist erstklassig mit präszisen Beschriftungen, so dass man immer direkt erkennt, welche Einstellung man vornehmen muss.

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