Anders als 3D erobert 4K tatsächlich die Welt
im Sturm und ist in vielen Bereichen schon nicht
mehr wegzudenken.
Welche Bildschirme
sind am besten,
wenn Sie 4K-Pixel-
Power wollen?
Wir haben fünf
Monitore getestet
Seitdem wir uns zuletzt 4K-Displays
genauer angeschaut haben, hat sich
die Technologie erheblich verbessert.
Auch wenn ein 4K-Bildschirm mit fast
jedem Mac funktioniert, erhält man beste
Ergebnisse mit dem DisplayPort 1.2 und einem
60Hz-Ausgang. Dies wird von den meisten
Macs seit 2013 unterstützt (siehe https://
support.apple.com/de-de/HT202856), vom
iMac bis zum mini – abgesehen vom MacBook
des Jahres 2015 – braucht man jedoch einen
Adapter.
Ein 4K-Display kostet natürlich
einiges mehr als ein Display, das eine
1080p- (1920x1080) oder 1440p-Auflösung
(2560x1440) hat, aber der Preisunterschied
ist sehr gering. 4K bedeutet eigentlich nichts
anderes als 3840x2160 Pixel, eine riesige
Zahl, die man entweder im „Retina“-Modus
nutzen kann oder als gigantischer Desktop,
der einem unheimlich viel Platz bietet. Als
Apple-Nutzer fühlt man sich manchmal etwas
verwöhnt dank der besseren Skalierung von
Drittanbietern in Mac-Apps
Für einen 4K-Monitor, der zusätzliche
Extras wie bessere Farben oder auf Gaming
bezogene Funktionen wie die Adaptive-Sync-
Technologie hat, zahlt man viel mehr. Aber
diese Funktionen sind oft unwichtig für einen
externen 4K-Bildschirm. Es gibt heutzutage
so viele unterschiedliche Displays, dass
eigentlich für alle Bedürfnisse was dabei ist.
Wir haben uns dazu entschlossen, uns
nur auf die IPS-Technologie zu konzentrieren
und uns daher fünf Bildschirme mit Größen
von 24 Zoll bis 32 Zoll ausgesucht. Es sind
alles Premium-Monitore mit einem 10-Bit-
Panel, die eine extrem gute Farbgebung
anbieten, was perfekt für Grafik-Designer und
den alltäglichen Gebrauch ist.
Was es zu beachten gibt…
Alles, was Sie über 4K-Monitore wissen sollten.
TN oder nicht TN?
Der 4K-Display-Markt ist zwischen
zwei Display-Technologien – Twisted Nematic
(TN) und In-Plane Switching (IPS) – unterteilt.
Letztere kosten etwas extra mehr, liefern
aber auch eine bessere Bild-Qualität.
Ein 60Hz-Ausgang ist wichtig
Um einen 4K-Monitor richtig zu nutzen,
benötigt man einen 60Hz-Ausgang; 4K bei
30Hz ruckelt oft. 4K bei 60Hz wird nur von
einem DisplayPort 1.2 unterstützt, den es auf
den meisten neueren Macs gibt.
Den richtigen Winkel treffen
TN-Bildschirme haben schlechtere
Blickwinkel. Wenn Sie Ihren TN-Monitor nicht
gerade anschauen, kann die Farbe gelb leicht
orange angezeigt werden und rot in Richtung
lila. Dies passiert bei IPS nicht.
Die 10-Bit-Versuchung
High-End-Monitore haben jetzt 10-Bit
Panels, was zu einer maximalen Anzahl von
1,07 Milliarden Farben führt. Dies ist ein riesiger
Unterschied bezüglich der Bildqualität
und der Farb-Präzision. Alle getesteten Displays
haben 10-Bit Panels.
Angenehm für die Augen
Viele Bildschirme haben ein flickerfreies
Panel und einen „Low Blue Light“
-Modus; beides wurde entwickelt, um den
Sehkomfort zu erhöhen.
Fast perfekt skaliert
OS X ermöglicht es, Grafiken und Texte
so zu skalieren, dass diese sowohl im nativen
Pixel-For-Pixel Modus oder mit einem Retina-
Bildschirm benutzt werden können. Dargestellt
werden sie in normaler Größe, aber mit
großartigen Details.
Test 1 Design
Schön vs. Biest?
Das metallische Ghäuse
von Acers S277HK sieht
klasse aus und es hat einen
sehr ungewöhnlichen
Stand, der den Bildschirm
auf der rechten Seite
abstützt, mit einer sehr
dünnen Fassung. Man kann
ihn aber auch nach vorne
und nach hinten neigen.
Von Nachteil ist, dass sich
der Stand nicht rotieren
lässt, um den Bildschirm
höher oder tiefer zu stellen.
Das Design des
PB279Q ist eher langweilig,
während im ViewSonic ein
dunkelgrauer Rahmen in
ein Gehäuse eingebaut ist,
das neben einem Mac gut aussieht; er hat aber leider einen sehr
großen Metallstand.
Man könnte denken, dass der 32 Zoll große Bildschirm von
AOC sperrig ist, aber der stabile Rahmen lässt den Monitor fest
auf dem Tisch sitzen. Philips 24-Zoll Monitor mag klein erscheinen,
aber er spart Platz. Leider sehen die großen Lautsprecher,
die unten angebracht sind, nicht hübsch aus.
Test 2 Bildqualität
Ein wichtiger Faktor.
Wie bereits erwähnt, hat
sich die Display-Technologie
sehr weiterentwickelt, was
man bereits an der guten
Bildqualität der modernen
Bildschirme sieht. Dies
schließt ohne Zweifel auch
die von uns getesteten
fünf Monitore ein – jeder
einzelne von ihnen hat uns
mit seiner Bildqualität sehr
beeindruckt.
Das Spyder Kolorimeter
misst die genaue Bildschärfe
mit dem ΔE-Wert.
Dieser stellt die Bild-Genauigkeit
gegenüber festgelegten
Werten dar. Mit einem
10-Bit-Panel – das in allen
von uns getesteten Bildschirmen enthalten ist – können 1,07
Milliarden Farben dargestellt werden. Bei einer solch hohen Zahl
kann man eine sehr gute Abbildung von Farben erwarten und
Ergebnisse mit einem ΔE in Höhe von 2 oder sogar unter 1. Im
Allgemeinen gilt, dass eine Zahl von unter 3 bereits ein Garant
für eine sehr gut Bildqualität ist
Wir haben die Bildschirme außerdem kalibriert und danach
erneut gemessen. Bevor es 10-Bit-Panels gab, hat der Kalibrierungsprozess
dazu geführt, dass die Bildqualität des Displays
stark verbessert wurde. Aber bei der hohen Qualität der Monitore
ist auch die Bildqualität ohne weiteres Zutun direkt sehr
gut. Tatsächlich kann die Kalibrierung sogar die gemessene
Bildqualität verringern, auch
wenn wir bei unseren Tests
bemerkt haben, dass das Bild
dann immer noch sehr gut aussieht
– auch nachdem die Gelbtöne
und die Farben am blauen
Ende des Spektrums verringert
worden sind.
Der endgültige Beweis
ergibt sich aus den Testergebnissen.
Die Farbskalas bei
allen fünf Monitoren waren sich sehr ähnlich – jeder einzelne
Bildschirm hat 100 % sRGB erreicht; als Vergleich: Der Adobe-
RGB-Farbraum liegt zwischen 79 % und 81 %. Dies ist eine Differenz,
die vernachlässigt werden kann und die beim eigentlichen
Gebrauch keinen bemerkbaren Unterschied macht.
Das Kontrastverhältnis liegt bei ungefähr 600:1, Asus
erreicht 690:1 mit seinem PB279Q und Acer den geringsten
Wert von 560:1. Mit der Bildhelligkeit verhält es sich ähnlich:
Diese tendiert zwischen 290 zu 320 cd/m2, mit Ausnahme des
ViewSonic VP2780-K4, der sogar 400 cd/m2 erreicht.
Der ΔE-Wert aller fünf Monitore liegt unter 1, der Wert
des ViewSonic ist am geringsten mit 0.41. Die Kalibrierung
passt die weißen und schwarzen Punkte nur leicht an, aber im
Allgemeinen und basierend auf den Testergebnissen aller fünf
Bildschirme können wir mit Sicherheit sagen, dass man von allen
dieser 4K-IP-Displays eine außergewöhnlich gute Bildqualität
erwarten kann.
Test 3 Bedienung
Wie intuitiv sind die Monitore?
Die Einstellung des
Displays via Nutzung
des On-Screen-Displays
(OSD) erfordert oft einige
Mühen, da dieses nicht
ganz einfach zu bedienen
sind. Und genau dies ist der
Bereich, wo sich die fünf
Monitore stark voneinander
unterscheiden.
Die kleinen Icons und
Menüpunkte des Acer-
Monitors funktionieren
nicht sehr gut. Es gibt keinen
Text, aber man erkennt,
welches Icon zu welchem
Menü gehört. Das OSD des
AOC ist einfach gehalten,
aber ist leicht zu bedienen
mit vielen Einstellung und Optionen. Der Philips-Monitor nutzt
ein sehr einfaches Menü-System, während der ViewSonic von
einem einzigen Paar Buttons abhängig ist, was sehr verwirrend
ist, weil man nicht weiß, welcher genau was macht.
Asus gewinnt in diesem Bereich. Sein Menü ist erstklassig
mit präszisen Beschriftungen, so dass man immer direkt erkennt,
welche Einstellung man vornehmen muss.




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