Für manch einen ist das iPhone lebensnotwendig.
Geht die Batterie zur Neige, droht die
Katastrophe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren
Geräten – egal an welchem Ort – stets den
nötigen Strom sichern.
Das Aufladen des iPhone ist eine lästige Angelegenheit.
Man muss (gefühlt) zu oft nachladen,
es erwischt einen an den unmöglichsten
Orten, die nötigen Accessoires sind dann nicht zur
Hand und umständlich ist es obendrein. Nachfolgend
finden Sie für jede erdenkliche Situation das
passende Gerät und die vermeintlich einfachste
Lösung. Wie viele und welche Ladestationen Sie
sich zulegen, können Sie an Ihren Einsatzzeiten- und
orten bemessen.
In der Wohnung
Beginnen wir dort, wo wir aufwachen: Im Schlafzimmer
der eigenen Wohnung. Nicht wenige werfen
als erste Amtshandlung des Tages einen Blick auf
das Smartphone. Wer auf seinem Nachtisch keinen
Raum für eine Dockingstation hat, spart mit dem
MiniDock [1] von BlueLounge (39,95 Euro) Platz und
lädt sein Smartphone direkt am Stecker an der Wand.
Nur unwesentlich größer ist JustMobiles Hover-
Dock [2] (39,95 Euro), eine runde Ladestation, die
sich drehen lässt und das jeweils nicht benötigte
Kabelstück im Gehäuse aufrollt. Dies schafft Ordnung,
zudem kann das iPhone so justiert werden,
dass es auch in dicken Hüllen sicheren Halt hat und
ohne Probleme andocken kann.
Für Familien gibt es diverse Lösungen, die
Eltern und Kinder ermöglichen, ihre Geräte gleichzeitig
zu laden. Ankers PowerPort 5 [3] (25,99 Euro)
hat vier reguläre USB-Ports und zusätzlich einen
USB-C-Ausgang für das neue MacBook. Ebenfalls
vier Ausgänge bieten The Quad [4] (59,99 Euro)
der Firma BlueFlame, dessen Station direkt am
Stecker angebracht wird sowie die Power Station
desselben Herstellers (119,99 Euro), in der zwei
Docks und zwei zusätzliche USB-Ports untergebracht
sind. Gleich eine eigene USB-Steckdose für
vier Geräte hat Belkin mit dem passenden Namen
Familien-Rockstar [5] (59,99 Euro) auf den Markt
gebracht. Ein integrierter Smartchip erkennt die Art
des angeschlossenen Gerätes und versorgt es mit
einer genau abgestimmten Stromverteilung. Man
kann den Rockstar an der Wand befestigen oder als
tragbare Stromversorgung einsetzen. Ein drei Meter
langes Kabel macht die USB-Dose äußerst flexibel.
Sollte dies nicht ausreichen, gibt es aus dem Hause
Belkin noch eine Steckdosenleiste [6] mit acht Steckplätzen
und zwei USB-Ports (39,99 Euro).
Wem auch das noch nicht genügt, weil sich im
Haus zahllose Verwandte tummeln oder die WG
eine kritische Größe erreicht hat, der muss zum
Äußersten greifen, dem Anker PowerPort 10 [7]
(32,99 Euro). Der macht seinem Namen alle Ehre und
verfügt über zehn USB-Eingänge auf engem Raum,
bei gleichzeitig schneller Ladegeschwindigkeit.
Möchten Sie die häuslichen Steckdosen
für andere Geräte freihalten, empfiehlt sich das
Solartab [8] (129 Euro). Groß wie ein iPad steckt es
in einer schicken Hülle und kann bei Bedarf (und
Sonnenschein) herausgeholt und im optimalen
Winkel zum Sonnenlicht positioniert werden. Bereits
beim Lichttanken können zwei Geräte an die vorhandenen
USB-Anschlüsse gesteckt werden.
Auf dem Schreibtisch und im Büro
Auch im Büro müssen Sie auf das Laden mehrerer
Geräte gleichzeitig nicht verzichten. Mit der Tankstation
Mega [9] von Tizi (39,99 Euro) und ihren
fünf USB-Anschlüssen bleiben Sie flexibel und
können den Akku von einem Tisch zum nächsten
transportieren. Den Toploader [10] der Firma (39,99
Euro) baut man in einen Schreibtisch oder in eine
Kommode ein, um vier USB-Ports an einem strategisch
wichtigen Ort zu versenken, kein zusätzliches,
störendes Gerät auf dem Schreibtisch zu haben,
sondern eine fast unsichtbare Ladestation. Die Anleitung
zum Einbau gibt es gleich dazu, handwerkliches
Geschick ist kaum vonnöten, lediglich eine
50-mm-Bohrsäge. Das Ergebnis ist praktisch und
macht einen äußerst professionellen Eindruck.
Die meisten Ladegeräte verrichten ihren
Dienst, sehen aber nicht besonders hübsch aus.
Doch gerade im Büro ist man manchmal darauf
angewiesen, dass auch die Details einen guten
Eindruck machen. In einem solchen Fall sollte man
zu JustMobiles AluPlug [11] greifen (34,95 Euro).
Der große, runde Aluminium-Kopf passt stilistisch in
jedes Büro, ist elegant und handlich genug, um auch
auf Geschäftsreisen wertvolle Dienste zu leisten. Mit
den beiden USB-Ports hat man zudem die Aktivität
von iPhone und iPad gleichzeitig gesichert.
Im Auto
Lade-Adapter für das Auto gibt es wie Sand am Meer,
wir wollen daher lediglich zwei mit besonderen Fähigkeiten
vorstellen. Der tizi Turboloader Mega [12]
macht seinem etwas übertrieben wirkenden Namen
alle Ehre. Den schlanken, in verschiedenen Metallictönen
gehaltenen Adapter gibt es in verschiedenen
Ausführungen, mit zwei, drei, vier oder sogar mit
fünf USB-Ausgängen (19,99 bis 49,99 Euro). Mit diesem
Accessoire halten alle Auto-Insassen auch auf
längeren Fahrten ihre Geräte geladen.
Über zwei Ports verfügt der Car Charger [13]
von Xqisit (29,95 Euro), der jedoch mit einem aufrollbaren,
flachen Kabel, das sich um den Stecker
windet, eine dritte Lademöglichkeit bereithält und
zudem das Problem eliminiert, ohne mitgebrachtes
Kabel im Auto nicht laden zu können. Komplementär
dazu sei der Magnet Air Vent Mount (19,95 Euro)
desselben Anbieters empfohlen. Dieser wird einfach
in die Lüftung geklemmt, ein Magnetplättchen am
iPhone-Rücken angeklebt und schon steht die einfachste
Halterung, die man sich denken kann und
eine optimale Ergänzung für das Laden des Gerätes
im Auto.
Unterwegs
Ist man lange Zeit von Steckdosen getrennt oder
nutzt das iPhone auf Reisen ohne Unterlass, sind
mobile Ladegeräte unerlässlich. Die Unterschiede
der hierfür zahlreich angebotenen Produkte liegen
oft im Detail. Dieser Umstand hat den Vorteil, dass
für jeden „Lade-Typ“ etwas dabei ist. Besonders verführerisch
sind die extrem schmalen Akkus. Xqisits
Power Bank [14] (34,95 Euro) ist nur unwesentlich
größer als eine Kreditkarte und doch findet sich an
ihrer Seite ein kleines Lightning-Kabel. Zum selben
Preis erhält man die aus gleichem Hause stammende
KeyChain Power Bank [15] (34,95 Euro). In dieser
steckt ein abtrennbares USB-Kabel, dessen Ende
sich in einen Mini-USB und einen Lightning-Stecker
splittet. Am Schlüsselbund angebracht eliminiert
man damit das Risiko einer leeren Batterie.
Auch das Jump Cable [16] von NativeUnion
(49,99 Euro) fungiert als Kabel und Ladegerät. Der
kleine viereckige Gehilfe passt in jede noch so kleine
Hosentasche und das robuste Kabel lässt sich nach
jeder Benutzung sauber aufwickeln. Schließt man
es mitsamt dem iPhone an einen Mac oder an Strom
an, erkennt das Gerät, wann das iPhone geladen ist
und lädt anschließend automatisch den Akku.
Für längere Exkursionen mit Strom raubenden
Apps oder langen Video-Aufnahmen benötigt man
schon etwas leistungsfähigere Zusatzgeräte. Der
mit dem Red-Dot-Award 2015 ausgezeichnete
TopGum-Akku [17] von JustMobile (79,95 Euro) lädt
das iPhone unterwegs bis zu dreimal. Das Gerät ist
etwas kleiner als eine Zigarettenschachtel, steckt in
einem schicken Aluminium-Gehäuse und beinhaltet
ein kurzes Lightning-Kabel, das man aus dem Rand
des Akkus herausdrücken kann. Zum Aufladen platziert
man den TopGum einfach auf einer mitgelieferten
magnetischen Ladestation.
Ungefähr doppelt so groß ist die große Power
Bank [18] von Xqisit (29,95 Euro). Mit ihr kann die
Ladekapazität des iPhone bis zu acht mal zur Neige
gehen, bevor auch der Akku wieder aufgeladen werden
muss. Hier muss jedoch ein Kabel mitgeführt
werden, dafür bietet die große Power Bank zwei
USB-Anschlüsse.
(Pseudo-)Kabelloses Laden
Eines der wenigen Dinge, die iPhone-Nutzer bei
ihrem Smartphone vermissen, ist das kabellose
Aufladen. Zwar arbeitet Apple Gerüchten zufolge
an einer eigenen Lademöglichkeit ohne haptische
Verbindung, doch ob und wann eine solche zu
erwarten ist, weiß niemand genau. Bis dahin müssen
Ungeduldige mit Zwischenlösungen leben, die es
durchaus auch für das iPhone gibt. Einer der zwei
großen Standards in diesem Bereich nennt sich Qi.
Um diesen nutzen zu können, benötigt man für das
iPhone zum Beispiel das iQi Mobile [19] (18,99 Euro),
eine 0,5 mm dünne Ladeverbindung zu kabellosen
Ladestationen. Man platziert es am Rücken des
iPhone, vorzugsweise unter einer dünnen Hülle und
steckt das Kabelende in den Lightning-Ausgang.
Fortan kann man das iPhone auf Stationen wie den
WoodPuck (34,99 Euro) oder den QiStone+ [20]
(44,99 Euro) legen. Während der WoodPuck ein
eigenes Kabel benötigt, funktioniert der QiStone
zumindest temporär ohne lästige Schnüre. Über
Mini-USB (oder indem man ihn einfach auf den
WoodPuck legt) lädt man den elektrischen Stein,
das iPhone platziert man dann einfach auf dem QiStone.
Allerdings funktioniert diese Art des Ladens
vornehmlich mit dünneren iPhone-Hüllen oder ganz
ohne, dann jedoch flattert das Lade-Plättchen hinten
am Smartphone. Eine andere Möglichkeit, das eigene
iPhone kabellos zu laden, ist die Nutzung des iQi
PWRCase (55 Euro), welcher sich auch ohne den
iQi-Zusatz mit den genannten Stationen verbindet
und zusätzlich über einen Akku verfügt, der die
Ladekraft des iPhone um 85 % erweitert
Vor allem Amerika hat sich in den letzten Jahren
noch eine zweite Art, das Smartphone mittels Induktion
zu laden, etabliert. Das Powermat-Prinzip verwendet
andere Frequenzen, das Aufladen geschieht
jedoch sehr ähnlich. Die sprichwörtliche Grundlage
ist dabei besagte Powermat [21], eine runde Ladefläche.
Für das iPhone benötigt man dazu ein an den
Lightning-Eingang anzubringenden Ring, der zwar
nur 12 Euro kostet, jedoch auf die nur öffentlich
zugänglichen Matten zugeschnitten ist. Da vor allem
Starbucks die Powermats verwendet, ist der Ring
vornehmlich für Amerika-Reisende interessant. In
Deutschland muss man darauf noch warten.
All diese Lösungen sind natürlich nicht richtig
kabelfrei. Einen ausführlichen Artikel darüber lesen
Sie in der vorigen Ausgabe der Mac Life. Alternativ
finden Sie den Artikel auf der Web-CD dieser Ausgabe
(siehe Seite 67).