Samstag, 19. März 2016

Steckdose mit Siri-Anbindung

elgato eve energy
Die Auswahl an HomeKit-kompatiblen Geräten ist recht überschaubar. Das breiteste Angebot stammt von Elgato, einem Unternehmen, das bislang vor allem durch seine hochwertigen Lösungen rund um das Thema „Fernsehen am Mac“ bekannt war

Mit der Eve-Serie bietet Elgato eine ganze Reihe an HomeKit-kompatiblen Zubehörprodukten an. Besonders spannend ist die via iPhone, iPad und iPod touch zu bedienende Steckdose Eve Energy. Mit ihr lässt sich beispielsweise nicht nur die Stehlampe in der hintersten Ecke des Wohnzimmers oder der Ventilator im Büro via iPhone & Co. schalten, sondern auch der Stromverbrauch etwa des eigenen Mac, des Fernsehers oder des Luftbefeuchters messen.

Kompakt und auch ohne Smartphone nutzbar
Eve Energy ist ein einfacher Zwischenstecker, der schlicht und ansehnlich gestaltet wurde und einfach zwischen das zu schaltende Gerät und der zu verwendenden Steckdose platziert wird. Dank der kompakten Bauform lassen sich bei vielen (aber nicht allen) Wandsteckdosen und Steckdosenleisten zwei und mehr Eve-Zwischenstecker neben- oder untereinander platzieren. Dabei lässt sich Eve Energy lobenswerterweise auch ohne iOS-Gerät schalten, ein am Ausgang des Zwischensteckers anliegender, bei Spannung grün leuchtender Taster schaltet den Ausgang bei leichter Berührung zwischen den Zuständen „Strom an“/„Strom aus“ um.

Bluetooth Smart statt Bridge
Im Gegensatz etwa zum Hue-System von Philips kommt Eve ganz ohne Bridge aus. Stattdessen verlässt sich der Hersteller auf Bluetooth und dessen Bluetooth-Smart-Funktionalität. Die vom Hersteller angegebene Reichweite von bis zu 50 Metern wird dabei nur im Idealfall erreicht – in einer drei-Zimmer- Wohnung und einem Großraumbüro konnten jederzeit alle Geräte aus allen Räumen beziehungsweise Winkeln heraus erreicht werden

Per Bluetooth innerhalb der Eve-Anwendung ausgelöst, schaltet der Zwischenstecker in Sekundenbruchteilen. Auch bei Verwendung von Apps wie beispielsweise „Home“ wird nahezu umgehend geschaltet. Wer stattdessen Siri nutzt, muss sich auf Wartezeiten zwischen zwei und drei Sekunden einstellen: So lange mussten wir im Schnitt warten, bis ein Befehl wie „Hey Siri, schalte Schreibtischlampe ein“ umgesetzt wurde. Alle Schaltvorgänge erzeugen dabei im Stecker ein leises Klickgeräusch.

Zusätzlich zum Ein- und Ausschalten angeschlossener Verbraucher vermag Eve Energy auch den Stromverbrauch zu messen. So wird neben dem aktuellen Verbrauch in Watt auch der aufsummierte Verbrauch pro Stunde oder pro Tag erfasst – die Werte lassen sich dabei auf Wunsch über eine Komma-separierte Textdatei exportieren.

Mehr Features für Apple-TV-Anwender
Wer auf seinem iPhone kein Bluetooth verwenden oder via Eve Energy mit Strom versorgte Geräte auch von unterwegs schalten will, benötigt ein Apple TV der dritten oder vierten Hardwaregeneration, welches quasi als Bridge dient. Ist das Apple TV mit der im jeweiligen HomeKit-Setup verknüpften Apple ID bei iCloud angemeldet, leitet die Set-Top- Box aus der Ferne erteilte Befehle an die HomeKit- Komponenten in den eigenen vier Wänden weiter.

Kinderkrankheiten auskuriert
Während die Eve-Energy-Stecker der ersten Charge einige Beschwerden aufgrund von je nach Gehör mehr oder weniger nervigen Fieptönen auf sich zogen, ist dieses hardwareseitige Problem inzwischen beseitigt. Auch die Software in Form der Eve-App hat sich in den vergangenen Monate weiterentwickelt. So lassen sich seit Erscheinen der App-Version 1.4 beispielsweise auch Zeiten programmieren, zu denen eine Szene und somit auch eine Dose und das an diese angeschlossene Gerät geschaltet werden soll.

Fazit
Eve Energy ist der vermutlich einfachste und auch günstigste Einstieg in die Welt des via HomeKit gesteuerten Smarthomes. Einzig die beim Schalten via Siri etwas längere Latenz ist uns negativ aufgefallen. Wenn man mehr als nur ein oder zwei Steckdosen mit den cleveren Zwischensteckern aufwerten will, wird es zudem recht teuer. 

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