Die Auswahl an HomeKit-kompatiblen Geräten
ist recht überschaubar. Das breiteste Angebot
stammt von Elgato, einem Unternehmen, das
bislang vor allem durch seine hochwertigen
Lösungen rund um das Thema „Fernsehen am
Mac“ bekannt war
Mit der Eve-Serie bietet Elgato eine ganze
Reihe an HomeKit-kompatiblen Zubehörprodukten
an. Besonders spannend ist
die via iPhone, iPad und iPod touch zu bedienende
Steckdose Eve Energy. Mit ihr lässt sich beispielsweise
nicht nur die Stehlampe in der hintersten Ecke
des Wohnzimmers oder der Ventilator im Büro via
iPhone & Co. schalten, sondern auch der Stromverbrauch
etwa des eigenen Mac, des Fernsehers oder
des Luftbefeuchters messen.
Kompakt und auch ohne Smartphone nutzbar
Eve Energy ist ein einfacher Zwischenstecker, der
schlicht und ansehnlich gestaltet wurde und einfach
zwischen das zu schaltende Gerät und der zu verwendenden
Steckdose platziert wird. Dank der kompakten
Bauform lassen sich bei vielen (aber nicht
allen) Wandsteckdosen und Steckdosenleisten zwei
und mehr Eve-Zwischenstecker neben- oder untereinander
platzieren. Dabei lässt sich Eve Energy
lobenswerterweise auch ohne iOS-Gerät schalten,
ein am Ausgang des Zwischensteckers anliegender,
bei Spannung grün leuchtender Taster schaltet
den Ausgang bei leichter Berührung zwischen den
Zuständen „Strom an“/„Strom aus“ um.
Bluetooth Smart statt Bridge
Im Gegensatz etwa zum Hue-System von Philips
kommt Eve ganz ohne Bridge aus. Stattdessen verlässt
sich der Hersteller auf Bluetooth und dessen
Bluetooth-Smart-Funktionalität. Die vom Hersteller
angegebene Reichweite von bis zu 50 Metern wird
dabei nur im Idealfall erreicht – in einer drei-Zimmer-
Wohnung und einem Großraumbüro konnten jederzeit
alle Geräte aus allen Räumen beziehungsweise
Winkeln heraus erreicht werden
Per Bluetooth innerhalb der Eve-Anwendung
ausgelöst, schaltet der Zwischenstecker in Sekundenbruchteilen.
Auch bei Verwendung von Apps
wie beispielsweise „Home“ wird nahezu umgehend
geschaltet. Wer stattdessen Siri nutzt, muss sich auf
Wartezeiten zwischen zwei und drei Sekunden einstellen:
So lange mussten wir im Schnitt warten, bis
ein Befehl wie „Hey Siri, schalte Schreibtischlampe
ein“ umgesetzt wurde. Alle Schaltvorgänge erzeugen
dabei im Stecker ein leises Klickgeräusch.
Zusätzlich zum Ein- und Ausschalten angeschlossener
Verbraucher vermag Eve Energy auch
den Stromverbrauch zu messen. So wird neben dem
aktuellen Verbrauch in Watt auch der aufsummierte
Verbrauch pro Stunde oder pro Tag erfasst – die
Werte lassen sich dabei auf Wunsch über eine
Komma-separierte Textdatei exportieren.
Mehr Features für Apple-TV-Anwender
Wer auf seinem iPhone kein Bluetooth verwenden
oder via Eve Energy mit Strom versorgte Geräte
auch von unterwegs schalten will, benötigt ein
Apple TV der dritten oder vierten Hardwaregeneration,
welches quasi als Bridge dient. Ist das Apple TV
mit der im jeweiligen HomeKit-Setup verknüpften
Apple ID bei iCloud angemeldet, leitet die Set-Top-
Box aus der Ferne erteilte Befehle an die HomeKit-
Komponenten in den eigenen vier Wänden weiter.
Kinderkrankheiten auskuriert
Während die Eve-Energy-Stecker der ersten
Charge einige Beschwerden aufgrund von je nach
Gehör mehr oder weniger nervigen Fieptönen auf
sich zogen, ist dieses hardwareseitige Problem
inzwischen beseitigt. Auch die Software in Form
der Eve-App hat sich in den vergangenen Monate
weiterentwickelt. So lassen sich seit Erscheinen
der App-Version 1.4 beispielsweise auch Zeiten
programmieren, zu denen eine Szene und somit auch
eine Dose und das an diese angeschlossene Gerät
geschaltet werden soll.
Fazit
Eve Energy ist der vermutlich einfachste und auch
günstigste Einstieg in die Welt des via HomeKit
gesteuerten Smarthomes. Einzig die beim Schalten
via Siri etwas längere Latenz ist uns negativ aufgefallen.
Wenn man mehr als nur ein oder zwei Steckdosen
mit den cleveren Zwischensteckern aufwerten
will, wird es zudem recht teuer.

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