Während sich viele iPhone-Besitzer standhaft
gegen die Nutzung von Hüllen wehren, findet
man in der freien Wildbahn fast kein iPad ohne
Schutzumschlag. Wir haben fünf praktische
Hüllen für Sie verglichen.
Das iPad ist ein sensibles Gerät. Zwar hat
Apple viel unternommen, um das iPad so stabil
wie möglich zu machen – spätestens aber
bei dem Gedanken, eine derart große Glasscheibe
einfach so in den Rucksack zu den diversen anderen
mitzunehmenden Gegenständen zu stecken, dürfte
wohl jeder sich die Frage stellen, ob eine schützende
Hülle nicht doch eine kluge Investition wäre.
Noch größer wird die Einsicht in die Notwendigkeit
einer solchen Anschaffung, wenn man
einen Blick auf das Feld der Hüllen mit eingebauten
Zusatzfunktionen, wie dem bequemeren Aufstellen
des iPads zwecks der Betrachtung von Filmen oder
dem Arbeiten, wirft
01 Reboon Booncover
Das Booncover sticht auf jeden Fall
aus der Maße heraus. Allein schon
von der Funktionalität her. Anders
als bei anderen Hüllen muss man
das iPad hier nicht umständlich in
eine eigentlich zu enge Fassung
pressen. Mittels eines so genannten
„Boon“ saugt sich das iPad an der
Hülle fest, lässt sich aber trotzdem
innerhalb von Sekunden wieder
entfernen. Praktischer Zusatznutzen:
Die Boons lassen sich
überall anbringen. So kann das iPad
beispielsweise auch im Auto oder
an einer Wand „festge-boon-t“ werden.
Dass es darüber hinaus noch
schützt, ist Ehrensache.
02 Belkin Tri Fold Folio
Belkins Schutzhülle punktet vor
allem mit dem dünnen Design. So
wird aus dem flachen iPad durch
die Ummantelung nicht sofort
ein klobiger Klotz. Die als Feature
verkauften „elastischen Ecken“, die
für einen passgenauen Sitz sorgen,
lassen allerdings einen faden Beigeschmack
zurück. Es wird sofort
deutlich, dass dies keine Hülle für
das iPad ist, sondern eine Hülle,
die für ein iPad passen soll, aber
sich irgendwie auch für alle ähnlich
großen Tablets verwenden lässt.
Dadurch ist der Sitz in der Hülle
nicht so fest und sicher wie bei
allen Konkurrenten.
03 Kavaj Hamburg
Großer Pluspunkt der Kavaj-Hülle
gegenüber allen anderen Produkten
im Vergleichstest ist das Material.
Die Oberseite besteht aus echtem
Leder, die Innenseiten aus Flanell.
Das fühlt sich einfach gut an, bringt
aber natürlich auch die ledertypischen
Nachteile mit sich. Als
organisches Material verändert sich
Leder und somit auch die Hülle mit
der Zeit. So braucht es einige Zeit,
bis das Leder weich genug ist, um
das iPad schnell und einfach einstecken
und auch wieder entnehmen
zu können. Mit drei recht ähnlichen
Aufstellwinkeln ist die Hülle nicht
sehr flexibel einsetzbar
04 Ozaki O!Coat-Travel
Produkte von Ozaki glänzen vor
allem durch auffallendes Design.
Auch für dieses Produkt gab es
einen Red Dot Design Award.
Optisch können wir dieses
Geschmacksurteil ein Stück weit
teilen. Funktional und in Sachen
Haptik sammelt die Hülle allerdings
diverse Minuspunkte bei uns. Vor
allem das „billige“ Anfassgefühl der
Hülle stört bei einem derart wertigen
Produkt, wie es das iPad ist,
schon gewaltig. Ärgerlich ist außerdem,
dass die integrierte Stylus-
Halterung nicht flexibel genug ist,
um für zumindest nahezu alle Stifte
zu passen.
05 Targus Custom Fit 360
Großer Vorteil der Custom Fit 360
von Targus ist die bereits im Namen
steckende 360-Grad-Verwendbarkeit.
Über einen patentierten
Mechanismus lässt sich das eingesetzte
iPad um 360 Grad drehen.
So lässt sich das iPad in der Hülle
bequem sowohl im Porträt- als
auch im Breitbild-Modus aufstellen.
Ein nettes Gimmick ist der mit der
Hülle mitgelieferte Stylus. Dieser ist
allerdings alles andere als „state of
the art“ und enttäuscht sowohl in
Sachen Funktionalität als auch von
der Handhabung her. Weniger wäre
hier mehr gewesen. Für 20 Dollar
trotzdem eine solide Hülle.

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