Dienstag, 29. März 2016

invoxia triby Vernetztes Küchenradio

invoxia triby
Bluetooth-Speaker gibt es wie Sand am Meer. Das dachte sich wohl auch das französische Start-up invoxia, das mit Triby einen Lautsprecher auf den Markt gebracht hat, der für den Gebrauch in der Küche entwickelt wurde

Mit Triby soll der Zugang zu Kommunikation und Audioquellen für die ganze Famile einfacher werden. Und da die Küche einer der Mittelpunkte des alltäglichen Zusammenlebens darstellt, wurde Triby genau für diesen Bereich konzipiert.

Design Triby ist mit einer magnetischen Rückseite versehen, damit er am Kühlschrank angebracht werden kann. Er wirkt sehr robust und kann relativ problemlos gereinigt werden. Leider ist Triby nicht wasserfest. Nach Angaben des Herstellers können Triby Wasserspritzer aber nichts anhaben. Eventuell wäre es jedoch noch besser, wenn Triby auch wasserfest wäre. Rein optisch gewinnt Triby erst durch den Gummi-Rahmen an Farbe dazu. Um das Gerät per mitgeliefertem Micro-USB-Kabel aufzuladen, muss der Überzug allerdings abgenommen werden.

Einrichtung
Um Triby richtig nutzen zu können, muss man die kostenlose iOS-App (ab iOS 7.0) installieren. Zwar kann man Musik auch per Bluetooth und iPhone abspielen, aber erst in Verbindung mit der App kann man Triby auch mit dem WLAN verbinden und so zum Beispiel die Radio-Funktionen nutzen. Denn Triby bedient insgesamt drei unterschiedliche Soundquellen: UKW-Radio, Internet-Radio und Musik per Bluetooth. Leider ist die Einrichtung und Nutzung der unterschiedlichen Radiosender in der Triby-App nicht eindeutig erklärt. Zudem ist die Triby-App zwar auf Deutsch verfügbar, jedoch sind einige Bereiche dennoch auf Englisch gehalten.

Sound
Nach der Einrichtung kann man neben eigener Musik auch Radio-Stationen anhören. Der Lautsprecher des Triby verfügt dabei über die In-Vivo- Acoustic-Technologie, die für einen „ausgezeichneten Sound mit soliden Bassfundament und klaren Höhen“ sorgen soll. Dieses Versprechen löst Triby auch ein. Leider treten beim Internetradio zwischendurch immer mal wieder Verbindungsabbrüche auf Falls man einen (kostenpflichtigen) Spotify Connect- Account hat, kann man auch diesen mit dem Triby verwenden und seine Playlists abspielen.

E-Ink-Display und Post-its
Triby verfügt über ein kleines E-Ink-Display, das eigentlich ausreichend groß ist. Da sich Triby nach Angaben des Herstellers an Menschen im Alter von 3 bis 103 Jahren richtet, reicht das Display, das 2,9 Zoll groß ist, vielleicht doch nicht ganz aus. Über die App kann man dann Doodles – also kleine Textnachrichten, selbst Geschriebenes oder Gemaltes und auch Emojis – an Triby senden und auf dem Display anzeigen lassen. Ein kleines, gelbes Fähnchen an der Seite des Lautsprechers tritt hervor, wenn es eine neue Nachricht gibt. Leider wird nur die neueste Nachricht angezeigt, da ältere überschrieben werden. Zudem sind Telefonanrufe per Freisprechanlage mit Triby möglich. Doch Vorsicht: Man sollte Triby möglichst nur im WLAN anwenden, da sonst Gebühren des Anbieters anfallen können.

Nachteil iOS-App
In der App gibt es die Option, mehrere Familienmitglieder zu einem Netzwerk hinzufügen, doch nur vernetzte Kommunikationsgeräte, auf denen die kostenlose iOS-App von Triby installiert ist, können den Lautsprecher anrufen. Doch es gibt momentan keine Android-App, mit der man Triby bedienen kann. Und da es eigentlich in vielen Familien nicht nur Apple- Geräte, sondern auch Andrid-Smartphone und –Tablets gibt, kann man Triby derzeit nur eingeschränkt nutzen. Dies scheint inzwischen auch der Hersteller Invoxia erkannt zu haben, denn er hat für 2016 die Veröffentlichung der Android-App angekündigt.

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