Bluetooth-Speaker gibt es wie Sand am
Meer. Das dachte sich wohl auch das
französische Start-up invoxia, das mit
Triby einen Lautsprecher auf den Markt
gebracht hat, der für den Gebrauch in
der Küche entwickelt wurde
Mit Triby soll der Zugang zu Kommunikation
und Audioquellen für die ganze Famile
einfacher werden. Und da die Küche einer
der Mittelpunkte des alltäglichen Zusammenlebens
darstellt, wurde Triby genau für diesen Bereich
konzipiert.
Design
Triby ist mit einer magnetischen Rückseite versehen,
damit er am Kühlschrank angebracht werden kann.
Er wirkt sehr robust und kann relativ problemlos
gereinigt werden. Leider ist Triby nicht wasserfest.
Nach Angaben des Herstellers können Triby Wasserspritzer
aber nichts anhaben. Eventuell wäre es
jedoch noch besser, wenn Triby auch wasserfest
wäre. Rein optisch gewinnt Triby erst durch den
Gummi-Rahmen an Farbe dazu. Um das Gerät per
mitgeliefertem Micro-USB-Kabel aufzuladen, muss
der Überzug allerdings abgenommen werden.
Einrichtung
Um Triby richtig nutzen zu können, muss man die
kostenlose iOS-App (ab iOS 7.0) installieren. Zwar
kann man Musik auch per Bluetooth und iPhone
abspielen, aber erst in Verbindung mit der App
kann man Triby auch mit dem WLAN verbinden
und so zum Beispiel die Radio-Funktionen nutzen.
Denn Triby bedient insgesamt drei unterschiedliche
Soundquellen: UKW-Radio, Internet-Radio und
Musik per Bluetooth. Leider ist die Einrichtung und
Nutzung der unterschiedlichen Radiosender in der
Triby-App nicht eindeutig erklärt. Zudem ist die
Triby-App zwar auf Deutsch verfügbar, jedoch sind
einige Bereiche dennoch auf Englisch gehalten.
Sound
Nach der Einrichtung kann man neben eigener
Musik auch Radio-Stationen anhören. Der Lautsprecher
des Triby verfügt dabei über die In-Vivo-
Acoustic-Technologie, die für einen „ausgezeichneten
Sound mit soliden Bassfundament und klaren
Höhen“ sorgen soll. Dieses Versprechen löst Triby
auch ein. Leider treten beim Internetradio zwischendurch
immer mal wieder Verbindungsabbrüche auf
Falls man einen (kostenpflichtigen) Spotify Connect-
Account hat, kann man auch diesen mit dem Triby
verwenden und seine Playlists abspielen.
E-Ink-Display und Post-its
Triby verfügt über ein kleines E-Ink-Display, das
eigentlich ausreichend groß ist. Da sich Triby nach
Angaben des Herstellers an Menschen im Alter von
3 bis 103 Jahren richtet, reicht das Display, das 2,9
Zoll groß ist, vielleicht doch nicht ganz aus. Über die
App kann man dann Doodles – also kleine Textnachrichten,
selbst Geschriebenes oder Gemaltes und
auch Emojis – an Triby senden und auf dem Display
anzeigen lassen. Ein kleines, gelbes Fähnchen an der
Seite des Lautsprechers tritt hervor, wenn es eine
neue Nachricht gibt. Leider wird nur die neueste
Nachricht angezeigt, da ältere überschrieben werden.
Zudem sind Telefonanrufe per Freisprechanlage
mit Triby möglich. Doch Vorsicht: Man sollte Triby
möglichst nur im WLAN anwenden, da sonst Gebühren
des Anbieters anfallen können.
Nachteil iOS-App
In der App gibt es die Option, mehrere Familienmitglieder
zu einem Netzwerk hinzufügen, doch nur
vernetzte Kommunikationsgeräte, auf denen die kostenlose
iOS-App von Triby installiert ist, können den
Lautsprecher anrufen. Doch es gibt momentan keine
Android-App, mit der man Triby bedienen kann. Und
da es eigentlich in vielen Familien nicht nur Apple-
Geräte, sondern auch Andrid-Smartphone und –Tablets
gibt, kann man Triby derzeit nur eingeschränkt
nutzen. Dies scheint inzwischen auch der Hersteller
Invoxia erkannt zu haben, denn er hat für 2016 die
Veröffentlichung der Android-App angekündigt.

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