Mit fast exakt einer Stunde präsentierte Apple sich und
seine neuen Produkte in so kurzer Zeit wie schon lange
nicht mehr. Besonders die Vorstellung der Neuerungen
um iPhone, iPad und Apple Watch wirkten dabei
extrem gehetzt und für Apples Verhältnisse etwas
lieblos – dabei hatte Apple eine ganze Menge Wichtiges
zu erzählen. Nur eben an der Produkte-Front gab es
wenig wirklich Neues.
d s diesjährige Frühjahrs-Event von Apple
wurde in der Fan- und Technik-Szene sehnsüchtig
erwartet. Und die Erwartungen
waren wie immer hoch. Ein neues iPad
und ein neues iPhone sollten es bitteschön
sein. Und dazu gerne noch neue MacBooks, ein
5K-Thunderbolt-Display und, wenn man schon dabei
ist, doch bitte auch gleich noch eine neue Apple
Watch. Der ganz normale Apple-Wahnsinn wie vor
praktisch jedem Presse-Event also. Lediglich das
Apple-Auto erwartete niemand ernsthaft. Sonst war
wirklich alles dabei.
Entsprechend lang waren die Gesichter vieler
Enthusiasten und Analysten, als klar wurde, dass
Apple sich sich lediglich an den Minimalforderungen
abarbeiten würde. Ein gutes Pferd springt eben nur
so hoch, wie es eben muss. Und unter dem Strich
ist das auch gut so! Denn genau so, wie es dem FC
Bayern und seinen Fans gut tut, wenn man alle
paar Jahre einmal nicht Meister wird, tut es Apple
und seinen Fans gut, wenn man nicht auf jeder
Veranstaltung von Superlativ zu Superlativ springt
(obwohl davon natürlich auf der Bühne dennoch
genug fielen – das bekommt man den Marketing-
Experten von Apple eben nicht ausgetrieben). Eine
Veranstaltung weitgehend ohne Extase und ohne
aus dem Hut gezauberten Kaninchen erdet.
Und so widmeten sich Tim Cook und sein Team
beinahe genau so lange wie den neuen Produkten
auch den größeren Themen. Dem aktuellen Streit
mit dem FBI beispielsweise. Und den Bemühungen
Apples, zu einer grüneren Firma zu werden, sowie
Apples Bestreben, sich verstärkt auf dem Gesundheitssektor
einzubringen. Gut so.

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